Geschichte Kanada

Die Geschichte Kanadas

Ein historischer Überblick

10.000 – 30.000 v. Chr.

Jägervölker (Vorfahren der Indianer, Inuit) wandern über die Beringstraße nach Nordamerika ein.

1000 n. Chr.

Wikinger entdecken von Grönland aus das heutige Labrador und Neufundland.

1492

Christoph Columbus entdeckt die Küste Nordamerikas. Da er fälschlicherweise glaubt, in Indien gelandet zu sein, nennt er die angetroffenen Ureinwohner „Indianer“.

1497

Der Italiener John Cabots entdeckt die Östküste Nordamerikas. Er landet im heutigen Labrador oder Neufundland.
1534/35
Jacques Cartier nimmt die Halbinsel Gaspésie und den oberen St. Lorenzstrom für die französische Krone ein.

1583

Gilbert nimmt Neufundland für die englische Krone in Besitz.
1608
Quebec City wird durch Samuel de Champlain für die Franzosen gegründet.

1610/11

Hudson erforscht die nach ihm benannte Bucht.

1642

Montreal wird von dem Franzosen de Maisonneuve gegründet.

1663

Die französische Krone übernimmt die Verwaltung über die Kolonie „Nouvelle France“.

1670

Englische Adelige und Siedler gründen die Hudson’s Bay Company (Fischerei, Pelzhandel).

1713

Friede von Utrecht: Frankreich tritt seine Rechte im Gebiet der Hudson’s Bay Company in Akadien und Neufundland an Großbritannien ab.

1743

La Verendrye entdeckt die Rocky Mountains.

1759

Schlacht um Quebec: Die Franzosen wurden in der Schlacht auf den Plains of Abraham in Quebec von den Engländern geschlagen.

1763

Friede von Paris: Frankreich tritt seine verbliebenden nordamerikanischen Beziehungen - und damit auch Kanada - an Großbritannien ab; Sprachgebrauch, Religion und Rechtsfortbestand der 65.000 Frankophonen bleiben jedoch gewährleistet (Quebec Act 1774).

1776

Die Vereinigten Staaten von Amerika erlangen ihre Unabhängigkeit.

1783

Die Unabhängigkeit der USA wird durch Großbritannien in den Versailler Verträgen anerkannt.

1791

Kanada wird in Lower (die heutige Provinz Québec) und Upper (die heutige Provinz Ontario) Kanada geteilt.

1792

Alexander Mackenzie überquert die Rockies und erreicht den Pazifik.

1812/14

Kanada wird während des Krieges zwischen den USA und Großbritannien von den USA eingenommen.

1836

Erste kanadische Eisenbahn, die von La Prairie nach St. Jean (Quebec) fährt.

1841

Der „Act of Union“ tritt in Kraft. Damit sind Lower und Upper Canada vereinigt.

1854
Eine weitgehende Liberalisierung des Handels zwischen den USA und Kanada tritt in Kraft.

1865

Ottawa wird offiziell Hauptstadt Kanadas.

1866

Die Geburt Kanadas: Am 01. Juli tritt der „North America Act“ in Kraft. Kanada wird mit Novia Scotia und New Brunswick zum „Dominion of Canada“ vereinigt. Der neue Staat übernimmt das parlamentarische Regierungssystem Großbritanniens, mit einem Generalgouverneur als Vertreter der Krone und einem aus Unterhaus und Senat bestehenden Parlament.

1871-1905

Der „Dominion of Canada“ wird um die Provinzen Prince Edward Islands (1873), Manitobia (1870), British Columbia (1871), Alberta, Saskatchewan (je 1905) und Neufundland (erst 1949) erweitert.

1914-1918

Gemeinsam mit Großbritannien kämpft Kanada im Ersten Weltkrieg.

1919

Gründung der Kanadischen Nationalbahn (CN).

1931

Das Westminsterstatut tritt in Kraft. Kanada ist weitgehend unabhängig und souverän im British Commonwealth.

1939

Kanada erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.

1945/49

Kanada ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen (UN) sowie der North Atlantic Treaty Organization (NATO).

1960

Die „stille Revolution“ beginnt mit dem „Maitre chez nous“-Programm von Lesage.

1961

Die Grundrecht der kanadischen Bürger, die „Bill of Rights“ werden verkündet.

1969

Englisch und Französisch werden gleichrangig offizielle Landessprachen.

1976

Die separatistische Partei Québécois gewinnt die Provinzwahlen in Quebec.

1980

Das Referendum in Quebec endet mit einer Niederlage der Separatisten. Quebec verbleibt als Provinz bei Kanada.

1981

Der „Constitution Act“, der auch die „Charter of Rights and Freedoms“ umfasst, gibt Kanada die volle Verfasungshoheit und Souveränität. Die neue Verfassung gilt auch für die Provinz Quebec.

1987

Im „Meech Lake“-Abkommen werden die Reformvorhaben der Regierung in Bezug auf den Status von Quebec geschlossen. Diese Vorhaben scheitern 1990 am Widerstand der Provinzen Manitoba und Neufundland.

1992

54 Prozent der Kanadier lehnen eine Verfassungsänderung zur Stärkung der Provinzen und Schaffung eines Sonderstatus für Quebec ab.

1994

Erneuter Wahlsieg der Separatisten in Quebec.

1995

Beim zweiten Referendum zur Unabhängigkeit Quebecs ist eine knappe Mehrheit (50,6 zu 49,4 Prozent) für den Verbleib bei Kanada.

1999

Das neue Territorium Nunavut wird durch die Abspaltung des Ostteils der Northwest Territories gebildet. In diesem Territorium wohnen rund 22.000 Menschen (überwiegend Inuit), über deren Unabhängigkeit 28 Jahre lang verhandelt wurde.

2000

Die dritte Mehrheitsregierung der Liberalen von Premierminister Jean Chrétien wird gebildet.

2003

Die Parti Liberal geht bei den Wahlen in der kanadischen Provinz Quebec vor der bislang regierenden Separatisten-Partei „Parti Quebecois“ als klarer Sieger hervor.

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